
Die Anfänge beim PSV
Zur Saison 1960/61 schnürte Heiner Jansen gemeinsam mit Friedhelm Fröhlich die Sporttasche und wechselte von der TG 56 Mülheim zum PSV Oberhausen. Der Einstand gelang: ein zweiter Platz in der Bezirksklasse. Und es ging Schlag auf Schlag weiter. Schon ein Jahr später feierte er den Aufstieg in die Landesliga und holte sich – gegen starke Bottroper Konkurrenz – den Titel des Kreismeisters.
In der Landesliga machte die Mannschaft kurzen Prozess und stieg auf Anhieb in die Verbandsliga auf. Verstärkt durch Eigengewächs Rainer Plankermann und Wolfgang Ekers vom RSV Styrum gelang in der Aufstellung Breuckmann, Fahl, Plankermann, Jansen, Konzer und Ekers schließlich der Sprung in die Oberliga.
1966/67 zog es Heiner beruflich nach Köln zu Alemannia, doch 1969 kehrte er an die heimischen Platten zurück. Weitere sechs erfolgreiche Oberliga-Jahre folgten, ehe er seine aktive Laufbahn 1975/76 in der zweiten Herren entspannt ausklingen ließ.
Vom Spieler zum Macher
Doch Heiner Jansen war nie nur Spieler. 1972 übernahm er den Vorsitz der Abteilung – zunächst aus freundschaftlicher Verbundenheit zu seinem verstorbenen Vorgänger Hans Wanders. Schnell wurde klar: Hier brennt jemand für mehr. Ihm ging es nicht allein um die Fortführung der Vereinsarbeit, sondern um echten Spitzensport. Unter seiner Regie stieg der PSV Oberhausen bis in die 2. Bundesliga auf, und internationale Turniere mit europäischen Topspielern fanden ihren Weg nach Oberhausen.
Mit dem Rückzug aus der 2. Bundesliga legte er im Jahr 2000 den Abteilungsvorsitz nieder – dem PSV bleibt er bis heute als Ehrenvorsitzender und Beirat mit Rat und Tat verbunden.
Mehr als Tischtennis
Auch abseits der Platte zeigte Heiner Talent: Tennis und Golf betrieb er über den Verein Jahre erfolgreich. Und da ihn seine Kölner Zeit auch mit dem Karneval infiziert hatte, übernahm er 2001 die Präsidentschaft des Groß-Mülheimer-Karnevals.
Beruflich führt er gemeinsam mit Sohn Torsten ein erfolgreiches Familienunternehmen für Verkaufsförderung, das er 1988 als Einzelfirma in Mülheim gründete und das heute im Mülheimer Hafen seinen Sitz hat.
Engagement, das bleibt
Mit 80 Jahren hat Heiner noch einmal eine neue Aufgabe angenommen – eine, die ihm besonders am Herzen liegt: Über das Projekt „Ele-Phone“ können sich Kinder melden, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind; Workshops und Elternabende finden in Grundschulen statt. Hier bringt Heiner ein, was ihn auszeichnet – sein großes Netzwerk und seinen unermüdlichen Einsatz als Spendensammler.
Ein Leben für den Sport, den Verein und die gute Sache. Danke, Heiner.